Lernplattform Ein Quadratkilometer Bildung

Lernplattform Ein Quadratkilometer Bildung
Überregionales Netzwerktreffen in der Berliner Kalkscheune

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km2 Lernplattform 2017
Foto: Andreas Henn
 

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km2 Lernplattform
Foto: Andreas Henn

 

Vor mehr als zehn Jahren startete die Freudenberg Stiftung mit ihrem Schlüsselprogramm Ein Quadratkilometer Bildung. Die Bildungschancen für alle Kinder und Jugendlichen in einem durch Armut geprägten Quartier mithilfe von Bildungsnetzwerken zu verbessern, ist Ziel des Programms. An bundesweit 10 Programmorten im ländlichen und urbanen Raum engagiert sich die Freudenberg Stiftung gemeinsam mit Kommunen, Bundesländern und anderen Stiftungen jeweils verlässlich für zehn Jahre. Herzstück des Programms sind die Pädagogischen Werkstätten vor Ort. Sie unterstützen Beteiligte der Netzwerke, nach geeigneten Praxislösungen zu suchen und geteilte pädagogische Haltungen, Strategien und Inhalte zu entwickeln. Die überregionale Lernplattform Ein Quadratkilometer Bildung vernetzt und qualifiziert Schlüsselpersonen aus den Pädagogischen Werkstätten.

Beim Treffen der Lernplattform am 4. und 5. Juli 2017 in der Berliner Kalkscheune tauschten sich Praxisbegleiter*innen der verschiedenen Programmorte in Workshops zu Schwerpunktthemen wie Sprachbildung, Übergänge zwischen den Bildungseinrichtungen, entdeckendes Lernen und Demokratie leben aus und verabredeten gegenseitige Werkstattbesuche und gemeinsame Studientage. Kollegiale Beratung, Vernetzung und Transfer innerhalb des bundesweiten Programms erhalten künftig einen noch größeren Stellenwert. Auch haben die Mitarbeiter*innen der Pädagogischen Werkstätten ab Ende 2017 die Möglichkeit, an einem speziell für sie konzipierten Weiterbildungsangebot der Universität Hamburg teilzunehmen: Maria Schmitz, wissenschaftliche Mitarbeiterin des Fachbereichs Allgemeine, Interkulturelle und International Vergleichende Erziehungswissenschaft stellte das Praxiskolleg Ein Quadratkilometer Bildung mit dem Kernthema Sprachbildung vor.
 

Zwei weitere Programmpunkte rundeten die Veranstaltung ab:

Auf Basis der Ergebnisse des im November angestoßenen Theorie-Praxis-Dialogs zu Wirkungen von Bildungsnetzwerken arbeiteten die Teilnehmenden weiter am Profil der Pädagogischen Werkstatt als Unterstützungssystem – auch um gute Argumente für deren Verstetigung als Regelinstitution nach der zehnjährigen Programmphase zu sammeln. Dieses Mal standen die Personen, ihre Tätigkeiten und Motivationen im Mittelpunkt des Interesses: Was genau tun die Praxisbegleiter*innen? Gibt es eine besondere Haltung, die ihre Arbeit ausmacht? Welche Eigenschaften und Fähigkeiten sind für eine gelingende Unterstützung von Veränderungsprozessen entscheidend?

Tools in Ein Quadratkilometer Bildung: Von der Idee zur Box – in lebhaften Diskussionsrunden sammelten die Mitarbeiter*innen der Pädagogischen Werkstätten abschließend erste Einfälle, um gemeinsam eine Toolbox mit erprobten Werkzeugen, Verfahren und Instrumenten der Praxisbegleitung zu entwickeln. „Nach dem Bottom-up-Ansatz zu arbeiten, heißt flexibel auf die Situation vor Ort zu reagieren und offen für neue Wege zu sein“, stellte eine Teilnehmerin gut gelaunt fest, „idealerweise aber lerne ich aus neuen Fehlern und wiederhole keine, die andernorts im Programm bereits gemacht wurden“. 

 

Text: Silke Lock